
| "Alexanders Traum von Persien, der zum Albtraum wurde" | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Dargestellt ist die Büste von Alexander dem Großen, inmitten von Wörtern in persischer Schrift, die die wichtigsten Stationen und Begebenheiten auf seinem Eroberungszug bedeuten. Farbe: Acryl Größe: 80 x 80 Arbeitszeit: 30 Stunden | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Alexander der Große - der sich den Traum eines geeinten Großreiches erfüllen wollte, in dem Griechen, Ägypter, Perser und Babylonier gemeinsam Seite an Seite leben - geriet zunehmens in einen "persischen Albtraum". Seine Gefährten wandten sich von ihm ab, da sie mit seiner pro-persischen Integrationspolitik nicht einverstanden waren und die eigene (griechisch/makedonische) Vormachtstellung bedroht sahen. Außerdem war vielen bewusst, wenn der Kriegeszug noch weiter gen Osten geht, würde man die Heimat nie wieder sehen. Vielen wurde dieses Schicksal Realität, da sich Makedonen und Griechen in den besetzten Gebieten z.B. Baktriens, Indiens, Mesopotamiens niederlassen mussten und in ortsansässige Familien einheirateten, um das immer größer werdende Reich zu stabilisieren. Alexander selbst wurde mit drei Frauen vermählt, wobei die bedeutendste Ehe mit der sogdischen Prinzessin Roxane geschlossen wurde. Am Fluss Beas im Panjab (im heutigen Indien) musste sich der Welteroberer schließlich dem Druck seines Gefolges beugen und man beschloss nach 11 Jahren des Eroberungszuges die Heimreise. Auf dem Rückweg machte man in Babylon halt. Bei mehrere Tage andauernden Feierlichkeiten verschlechterte sich Alexanders Zustand plötzlich und rasch und er verstarb im Alter von 33 Jahren im Jahre 323 v.Chr. - praktisch als Herrscher der damals bekannten Welt. Sein Reich wurde unter den getreuen Jugendfreunden aufgeteilt. Allerdings hatte das Großreich keinen Bestand - unter den neu ernannten Herrschern brachen die Diadochenkriege aus und führten die Ländereien zurück in die Unabhängigkeit von den Griechen. Allein das Seleukidenreich (unter Seleukos in Vorderasien) sowie das Reich der Ptolemäer (unter Ptolemaos in Ägypten) und die Antigoniden in Makedonien hatten Bestand. Alexanders großer Traum war ausgeträumt. Von seinen bedeutenden Gefolgsleuten starben fast alle durch Mord - teilweise sogar durch seine direkte/indirekte Hand (Philotas, Parmenion, Kleitos, Kallisthenes, Harpalos). Nur Antipatros, neben Parmenion Alexanders wichtigster Vertrauter seiner frühen Herrscherjahre starb eines natürlichen Todes. Auch Alexanders Familie musste sich den Macht-Fehden beugen. So starben nach seinem Tod auch seine Frau Roxane, sein Sohn Alexander IV., sein illegitimer Sohn Herakles, seine Schwester Kleopatra, seine Halbschwester Eurydike, sein Halbbruder Philipp III. und seine Mutter Olympia durch Mord. Aus Alexanders Traum war ein Albtraum geworden. Die Wörter in persischer Sprache bedeuten die wichtigsten Stationen und Begebenheiten auf seinem Eroberungszug durch das persische Großreich. Anfangend oben links: Babylon, die Stadt in der Alexander zum König von Asien erklärt wurde und wo letztlich mit seinem Tod der Zerfall des Reiches begann; Amudarja, der weit entfernte Fluss als Symbol des schier unendlich großen neuen Reiches; Baktra, die Stadt aus der Roxane stammt; Roxane, seine Frau; Alexandria in Ägypten, die bedeutendste aller nach Alexander benannten Städte und der Ort, an dem sein Leichnam zur letzten Ruhe gebettet wurde; Iskenderun, die erste Stadt namens "Alexandria" auf asiatischem Boden; Samarkand (Marakanda), die sogdische Hauptstadt, die letzte persische Satrapie, die an A. fiel; Herat, dass früher Alexandria hieß war vorher Artacoana - die Hauptstadt Hyrkaniens; Jhelam (heute Hydaspes), der Fluss an dessen Ufern die Schlacht gegen die Inder gewonnen wurde und A.´s Pferd Bukephalos zu Tode kam; Dareios, der persische Herrscher und Alexanders mächtigster Widersacher; Hindukusch (heute Chârikâr). Das Gebirge musste Alexander 329 v.Chr. beschwerlich überqueren, um in Baktrien einzufallen. Einer Legende zufolge fand man hier den Berg, an den der Titan Prometheus gekettet worden war.; Chudschand, das entfernteste Alexandria am Fluss Syrdarja; Ägypten, das Land dessen Pharao er wurde; Persepolis, die persische Hauptstad; Tyros, die Stadt in Kleinasien, mit deren Fall auch der letzte Heimathafen der persischen Flotte in makedonischer Hand war | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||